HiSV2: Niederlage im Derby

Heute hatten wir das Derby gegen Bad Salzdetfurth in Hildesheim. Parallel spielte die erste Mannschaft gegen Lehrte 2, es war mal wieder Großkampftag in den Konferenzräumen im Helios. Leider mussten wir mal wieder gleich 3 unserer besten Spieler an die Erste abgeben und Werner rückte erst Sonntag früh noch in die Erste, da es erst am späten Samstag Abend noch eine Krankmeldung gab und Ersatz für uns nicht mehr zu kriegen war. Also ließen wir abermals Brett 1 frei und lagen gleich 0-1 hinten. 
Dann kam nach knapp 2 Stunden die nächste Hiobsbotschaft. Niklas wurde von 2 Johannitern  abgeholt und er musste sich um seine Familie kümmern. Zum Glück ist offenbar nichts Schlimmeres passiert wie ich dann abends erfahren habe. Eine sehr faire Geste von unseren Schachfreunden aus Bad Salzdetfurth übrigens, dass sie unter diesen Umständen nicht auf eine Aufgabe von Niklas gepocht haben, sondern die bis dahin ausgeglichene Partie remis gegeben haben, Danke dafür! 
Ich kam mit den schwarzen Steinen diesmal sehr komfortabel aus der Eröffnung, konnte meinem Gegner einen Doppelbauer verpassen und stand gut. Dann startete er einen Mattangriff mit Dame und 2 Läufern, aber zunächst hatte ich alles im Griff. Dann unterschätzte ich den Vorstoß des F-Bauern etwas und kam ins Rudern. Ich hätte alles noch gut verteidigen können, aber griff dann einmal fehl, übersah ein Zwischenschach und musste kurze Zeit später meinem Gegner gratulieren. Das war sehr ärgerlich und vollkommen unnötig. 
Zum Glück stellte Helge kurz danach den alten Abstand wieder her. Er überspielte seinen Gegner mit einer Variante, die er offenbar deutlich besser kannte als sein Gegner. Stark gemacht Helge! Neben mir an Brett 8 spielte Marco mit weiß. Als er seine Figuren gut in Stellung gebracht hatte opferte er seinen Springer auf F7, bekam 2 Bauern dafür und mächtig Druck auf die schwarze Stellung. Er konnte diesen Druck stetig weiter erhöhen und gewann erst Material zurück und kurz darauf die Partie. Tolle Partie Marco, stark gemacht!
Das war der zwischenzeitliche Ausgleich. Leider musste Daniel kurz darauf seine Partie verloren geben. Er kam mit 2 Minusbauern ins Endspiel und konnte die Partie nicht mehr halten.
Zu diesem Zeitpunkt brannte bei Rüdiger das Brett. Sein König stand mächtig unter Druck, aber wenn er dem stand gehalten hätte, wäre er Materiell im Vorteil gewesen. Zunächst sah es auch so aus, aber dann fand sein Gegner Maurice einen genialen Springerzug und nach einigen Abtäuschen sah sich Rüdiger einer hässlichen Springergabel auf König und Turm gegenüber und musste aufgeben. Damit war die Niederlage besiegelt. Andre kämpfte noch fast 2 Stunden weiter, aber auch er musste am Ende seinem Gegner gratulieren. Am Ende hieß es 2,5 zu 5,5. Wir bleiben auf einem Abstiegsplatz und müssen nun im nächsten Spiel in Gifhorn alles dran setzen dort zu gewinnen um diesen direkten Konkurrenten abzuschütteln.