Das Virus wird, trotz Lockerungen, nicht weniger infektiös!

Liebe Schachfreunde,

aus gegebenem Anlass möchte ich noch einmal ein paar Informationen zu Covid-19 und Schach hier klarstellen, denn die Lockerungen der Hygienemaßnahmen sind in aller Munde. Aktuell werden, wie z.B. auf der Titelabbildung li. in Biel, Turniere wieder am Brett ausgetragen. Teilweise auch ohne Maske. Ist das Virus jetzt nicht mehr so ansteckend wie früher? Wieso wird das dann genehmigt? Sind in Kürze weitere Erleichterungen zu erwarten.

Ziel der Behörden ist zum Einen die weitere Normalisierung des alltäglichen Lebens. Man möchte natürlich mal wieder ins Kino oder ins Restaurant oder eben Turnierschach spielen. Auf der anderen Seite sollen keine "Superverteilungen" der Viren erfolgen, so wie bei den Skipartys in Ischgl.

Ein Schachturnier der alten Machart, wie auf dem Foto rechts, wäre als Superverteilung geeignet, wenn dicht an dicht gespielt und zugeschaut wird. Schach mit erhöhtem Abstand wie in Biel, Foto links, ist nicht als "Superverteilungen" verdächtig und kann daher stattfinden.

Allerdings bedeutet das nicht, dass das Virus weniger ansteckend geworden ist. Hier gilt als "Naturkonstante": Wenn mein Schachpartner Covid-19 hat und wenn man 4 Stunden ohne Maske an einem Brett mit ihm sitzt, dann wird man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch an Covid-19 erkranken. Die Abbildung zu den Masken ist instruktiv und auch immer gültig. Der Maskenträger schützt sein gegenüber. Tragen beide Masken ist es am besten. Ich hätte daher erwartet, dass auch bei erhöhtem Abstand (unter 2m) die Maskenpflicht am Brett bestehen bleibt. Dem ist wohl nicht so. 

Anders gesagt: Für die Gesamtbetrachtung der Seuchenausbreitung auf dem Schachturnier wäre das nicht so schlimm, denn wenn nur ein Covid-19 Kranker auf dem Turnier wäre, dann würde dieser in jeder Runde nur einen Schachspieler anstecken. Die Gefahr eines "Seuchenausbruchs" wäre daher nicht gegeben.

Allerdings möchte ich (für mich) nicht derjenige sein, der sich auf einem solchen Turnier dann ansteckt. Bei unseren Vereinsturnieren im Zweibrettsystem machen wir hier keine Kompromisse. Bei einem Abstand von 2m besteht keine Maskenpflicht. Aber auch ich möchte gern wieder auf externen Turnieren mitspielen und der DeutschlandCup in Wernigerode wird wohl so wie Biel (Foto links) ausgetragen. Dort möchte ich mitspielen.

Wenn mein Gegenspieler keine Maske trägt, dann reicht für den eigenen Infektionsschutz aber keine normale Communitymaske. Ich werde mich daher, bei solchen Turnieren, mit einer FFP-2 Maske, die übrigens auch die Kanzlerin in Brüssel getragen hat, vor dem Virus schützen. Wenn ihr das genauso seht, dann kann ich zum Preis von 5€ pro Stück für jedes interessierte Vereinsmitglied so eine Maske beschaffen. Die Maske ist allerdings nicht ewig zu benutzen. Eigentlich ist sie ein Einmalartikel, aber ich hätte da einige Tips für Euch.