Heute besuchten uns die Schachspieler vom PSV Bad Pymont, die so wie wir um den Klassenerhalt kämpfen. Allerdings waren unsere Gegner auf Grund ihrer DWZ der klare Favorit. Immerhin konnten wir alle Bretter besetzen. So ging es kurz nach 11:00 Uhr los.
Nach einer ¾ Stunde waren alle mehr oder minder gut aus der Eröffnung gekommen. Uschi am letzten Brett hatte einen Bauer und einen Läufer getauscht. Auch bei Jannick am Brett 4 war noch alles offen, obwohl schon einige Figuren auf dem Brett fehlten. Bei Niklas am Brett 5 stand es nach einem Läufer- und Bauerntausch ausgeglichen, und Aaron am 3. Brett hatte bisher nur einen Bauer getauscht. Am zweiten Brett bei Andreas stand es zwar nach Damen-, Läufer- und einem zweifachen Bauerntausch von den Figuren her ausgeglichen, aber ein gegnerischer Springer hatte sich auf einem gutem Feld festgesetzt. Olli am Brett 1 war mit einem Läufer weniger aus der Eröffnung gekommen und die Stellung sah nicht so gut aus.
Nach fast 2 Stunden hatte sich Oliver aus seiner schlechten Position heraus gekämpft und die Figur zurückgewonnen. Am 1. Brett war wieder alles offen. Am 2. Brett hingegen hatte Andreas lange gegen den guten gegnerischen Springer kämpfen müssen. Als dieser dann endlich vom Brett war, hatte Andreas dafür 2 Bauern weniger. Niklas hatte eine gute Stellung heraus gespielt. Leider übersah er einen Zug, der das Spiel drehte. Kurz darauf hatte Niklas verloren. Gegen 250 DWZ mehr ist das aber keine Schande. Auch Uschi verlor ihre Partie: In einer unübersichtlichen Stellung lies sie es zu, dass einer ihrer Springer geschlagen wurde und sie wusste, dass sie den Springer nicht zurückschlagen durfte. Sie überlegte sich sehr genau das weitere Vorgehen. Vor lauter Nachdenken griff sie fehl, weil sie vergaß, genau diesen einen Zug nicht zu spielen. So stand es jetzt 0:2 gegen uns.
30 min später konnte Jannick einen Mehrbauern erspielen, der zu einem Randfreibauern wurde. Andreas fand sich hingegen in einem Turmendspiel wieder, wobei nach und nach die verbliebenen Bauern getauscht wurden. Leider wurden dadurch die 2 gegnerischen Mehrbauern immer stärker. Olli hatte immer noch eine ausgeglichene Stellung in einer sehr spannenden Stellung. Jetzt wollte auch Olivers Handy in der Tasche mitspielen und piepte kurz auf. Obwohl der Gegner nicht reklamierte und weiterspielte, brachte diese Aufregung Olli aus dem Konzept, so dass seine Konzentration nicht mehr da war. Dies führte zum Verlust der Partie. Trotzdem toll gespielt von Oliver! Leider musste auch Andreas die Segel streichen, 3 Bauern gegen einen ist halt leider nicht mehr zu gewinnen.
Jetzt spielte nur noch Jannick und Aaron. Jannick schob langsam aber sicher seinen Freibauern in Richtung der gegnerischen Grundreihe. Allerdings zeigte Jannick (wie schon so oft) Nerven. Er bekam ein Remisangebot, dass er wegen seiner besseren Stellung ablehnte. Jetzt nur keinen unnötigen Fehler machen und die Nerven behalten. Aber heute spielte Jannick ohne Fehler weiter und gewann seine Partie. Herzlichen Glückwunsch! Eine starke Leistung gegen fast 300 DWZ mehr und das mit flatternden Nerven!
Aarons Partie lief immer noch, immer noch ausgeglichen und immer noch sehr spannend. Es waren kaum noch Figuren auf dem Brett und beiden Spielern gelang es, einen Bauern in eine Dame umzuwandeln. In dieser Situation bekam Aaron ein Remisangebot. Wegen der höheren DWZ-Zahl des Gegners, nahm Aaron das Angebot folgerichtig an. Herzlichen Glückwunsch zum Remis!
Auch wenn wir den Mannschaftskampf verloren haben und weiterhin das Tabellenschlusslicht sind, haben wir immerhin 1,5 Punkte in sehr spannenden, umkämpften Partien erspielen können.